Autor: Dr. Kathrin Brodowski  •

So, jetzt haben wir also 2019 – UND? |

Geht es so weiter wie 2018 endete?

  • Sie haben sich vorgenommen vieles anders zu machen, wissen aber jetzt schon, dass Sie es nicht schaffen können?
  • Sie nehmen sich schon gar nichts mehr vor?
  • Sie fühlen sich ein wenig leer nach den hektischen Tagen?
  • Sie fragen sich was ihr Leben überhaupt für einen Sinn macht?

Sinn ist ein MUSS?

„Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben – aber es hat nur genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.“ (Hermann Hesse)

Stiftung „SINN“

Der Umgang mit uns selber, mit unserem Umfeld und auch in unserem Berufsalltag spielt also eine entscheidende Rolle. Wir prägen unser Leben und entscheiden selbst wie viel Sinn wir unserem Leben geben möchten. Aus buddhistischer Sicht spielt dabei das Mitgefühl eine zentrale Rolle. Denn nur durch Mitgefühl können wir für das letztendliche Wohl aller Lebewesen im Universum sorgen und das fängt im Kleinen an. Jeder von uns kann versuchen sich seinem Umfeld gegenüber verbal, geistig und körperlich positiv zu verhalten. Und wenn das schon zu schwierig ist, dann doch zumindest neutral. Dabei hilft ACHTSAMKEIT.

„ME FIRST“

In der heutigen Zeit in denen verbale Attacken, die Ausbeutung unserer Natur, die Einstellung „ME FIRST“ gelebter Alltag in der Politik und im Beruf geworden ist, erscheint es fast noch schwieriger, aber umso wichtiger, sich dem Mitgefühl zu verschreiben. Mit unserer Geburt haben wir im Vergleich zu vielen anderen Lebewesen einzigartige Möglichkeiten geschenkt bekommen, manche sagen auch wir haben Geschenke des Himmels erhalten. Denn mit unserer Intelligenz können wir viel Lohnenswertes gestalten, zu mindestens haben wir das Potential dazu.

Im Kleinen beginnen

Jetzt liegt es an uns unseren Geist so zu schulen und Mitgefühl zu entwickeln. Allen empfindenden Wesen sollten wir Mitgefühl gegenüber entwickeln und sie als Teil unseres Freundeskreises ansehen. Da unsere Freunde in gewisser Weise wie wir selber sind, brauchen wir keinen Unterschied zu machen. Dabei wäre ein erster Schritt sich der Gefühle gewahr zu werden, wie reden wir über unsere „Freunde“, wie denken wir über unsere „Freunde“ und wie handeln wir.

Haftungsverzicht

Wenn wir achtsam sind lernen wir unsere Gefühle, Gedanken und körperliche Empfindungen wahrzunehmen. Und wir lernen diese loszulassen. Nur durch Anhaftung an Gefühle wie z.B. Angst, Wut, Frustration, Neid bleiben wir in einem Teufelskreis stecken und kreisen, um uns herum. Sobald wir aber diese Anhaftung los lassen, werden wir fähig Mitgefühl zu erleben.

„Anfangen – jetzt – wann sonst?“

Vielleicht fangen Sie also das Jahr 2019 damit an, dass Sie sich ihrer Emotionen und Verstrickungen gewahr werden. Und bei jeder wahrgenommenen Emotion lächeln Sie und lassen los. Ja, und es sind viele. Vielleicht fangen Sie mit den drei Grundprinzipien (1) entspannen, (2) beobachten und (3) nicht werten, an. Nichts und niemanden zu bewerten schafft Entspannung, beobachten geschieht durch Entspannung von Körper und Gedanken, waches Wahrnehmen entsteht dann, wenn nicht mehr gewertet wird und Entspannung macht es einfach nicht zu werten. Es hängt also alles voneinander ab – das ist das Universum. Bleiben Sie achtsam!

„Ich auch“

Die Autorin hat sich für 2019 vorgenommen die 3 Grundprinzipien nachhaltiger in ihr Leben zu integrieren. Und hat schon in den ersten Tagen erleben dürfen, wie viel mehr Zeit übrig bleibt. Zeit für NEUES!