Gast-Autorin: Cornelie Lengerer  • Lesezeit 4 Minuten

Durch eine heftige Krise 2017/2018 kam ich zu der Erkenntnis, dass ich mich um das Thema Selbstliebe (ohne anderen dadurch zu schaden) und der damit zwingend verbundenen Praxis von Achtsamkeit, widmen darf.

Ich beobachte

Natürlich praktizierte ich bereits etwas Achtsamkeit, indem ich einmal wöchentlich in meinen Yogakurs ging. Aber ich spürte, dass ich damit nicht alles, was auf mich hereinprasselte abfangen konnte. Und so bemühte ich mich immer mehr und vor allem immer konsequenter um die Beachtung meiner Bedürfnisse. Dabei machte ich 3 wichtige Beobachtungen:

  1. Ich bin ein Individuum und habe daher auch ganz individuelle Bedürfnisse (nicht vergleichbar!)
  2. Betraf es auch mein nahes Umfeld, so kam es auf die Art und Weise meiner Überbringung dessen an, was ich brauchte. Oft traf ich auf Verständnis, oder mein Anliegen konnte zumindest stehen gelassen werden.
  3. Manche Mitmenschen spürten und sahen, wie gut mir das tat. Und nach meiner Aufforderung, selbst einen Weg dieser Art zu suchen, machten sich doch einige auf und entdeckten die Wohltat der Achtsamkeit und des Respekts sich selbst gegenüber.

Im ganz konkreten praktiziere ich seit Monaten eine „Übung“ ganz konsequent: Die Achtsamkeits-Pause – die ICH für MICH Pause

Autopilot-OFF

Wenn ich so am „Werkeln“ bin, dann vergesse ich leicht mal zu trinken oder etwas zu essen. Und da ich sowieso gerade darauf achte, mehr warmes Wasser zu trinken, ergaben sich während des Arbeitens immer wieder kleine Pausen. In diesen machte ich kurz die Augen zu, atmete mehrmals tief ein und aus, spürte in meinen Körper und konnte dadurch auch erst wahrnehmen, wann es genug war mit arbeiten. Je nach Möglichkeit, hörte ich dann auch auf. Es bringt oft nur Verletzungen, Missgeschicke/Fehler oder die totale Erschöpfung, wenn man nicht auf sein Inneres hört. Daraus können dann – meiner Meinung nach – auch Krankheiten leichter entstehen – der Nährboden „Stress“ ist bereitet.

ICH-Pause für MICH

Da ich eine „Multijobberin“ bin und einige Hobbys auch zu Jobs geworden sind (Selbständigkeit), ist es von sehr großer Wichtigkeit, sich eine individuell passende Struktur (Tag, Woche …) zu erstellen und ggf. diese auch wieder flexibel umzustellen, wenn es nötig ist. Dabei spürte und spüre ich, wie unendlich wichtig es ist, in meinen Achtsamkeitspausen in mich hinein zu spüren, denn nur ich selbst kann wahrnehmen, was ich gerade brauche und selbst-verantwortlich damit umgehen. Kein Außenstehender kann das und wir nicht bei anderen. Die Achtsamkeitspause ist ein Liebesbeweiß mir selbst gegenüber.

Also, nun wünsche ich euch allen ganz viel Spaß bei euren Pausen mit atmen und hinspüren!

Cornelie Lengerer