Autorin:  Heike Schulz • Dauer: 4 Minuten • 


Den sicheren Hafen in sich finden. Irgendetwas ist anders. Ich habe das Gefühl, dass nun wirklich eine neue Zeit angebrochen ist. Ein neuer Abschnitt scheint begonnen zu haben. Es fühlt sich lichter und freier an. Das worauf ich so lange gewartet habe; endlich ist es da.

Übergänge laufen nicht reibungslos

Allerdings geht ein Übergang selten ohne Ruckeln vor sich. Das Alte hält sich noch krampfhaft an den ehemaligen Strukturen fest und kämpft mit Zähnen und Klauen gegen das Neue an. Alte Normen und Tugenden werden krampfhaft aufrecht gehalten und verteidigt. „So hat es schon immer funktioniert.“ –alles andere geht nicht.

Loslassen können

Was wenn es aber dennoch geht?! Kann man alles Alte loslassen und über Bord werfen? Wo findet man dann den sicheren Hafen, in den man sich zurückziehen konnte? In dem man geborgen war? Das Problem ist, je mehr man sich verkrampft, desto weniger wird es funktionieren.

Wir dürfen lernen, dass der einzige sichere Punkt in uns selbst liegt, in unserer Mitte. Wenn wir dort zuhause und stabil sind, dann können wir die Wellen die kommen ausgleichen.

Energetische Tiefenmuskulatur ist gefragt

Ich habe das früher immer im Linienbus gemacht. Ich habe mich locker in meine Mitte gestellt und bin ohne mich festzuhalten stehend im Bus mitgefahren. Dazu braucht es Tiefenmuskulatur – das Stabilisierende in unserem Körper. Genau solche energetische Tiefenmuskulatur braucht es jetzt auch.

Wenn wir uns damit stabilisieren können, dann fliegen wir kraftvoll in das neue Bewusstsein hinein. Dann macht es uns nichts aus, dass Menschen um uns herum auf einmal aggressiv werden, uns evtl. Angreifen, nur weil man nicht mehr dieselben Werte vertritt oder andere Wegen geht.

Das Glück hängt nicht vom Außen ab

Wenn man dann stabil in sich ist, dann erkennt man, dass das Glück nie von der einen besonderen Person im Außen abhängt oder von dem bestimmten Umfeld, sondern dass das immer nur ein Spiegel unserer selbst ist, den wir da sehen. Wenn diese äußeren Dinge wegbrechen, dann ist das ein Zeichen, dass sich in uns etwas verändert hat. Dann hat man die Möglichkeit zu überprüfen, wie gut das innere Gerüst der Tiefenmuskulatur ist.

Das Zentrum, das Auge im Sturm ist immer in uns selbst. Unser sicherer Hafen. Mit der inneren Sicherheit können wir all das wundervolle Neue entstehen lassen und uns daran erfreuen.

Deine Heike Schulz